Wai Turoa-Morgan

Eine Maori aus Neuseeland


Wai Turoa-Morgan war Maori und Matakite, was Heilerin & Seherin bedeutet. Sie war seit 35 Jahre in Neuseeland wie auch international tätig als Lehrerin, Beraterin, Heilerin, Medium, Mentorin und Medizinfrau. Wai Turoa-Morgan hatte eine sehr einfühlsame und sanfte Art, auf die Menschen einzugehen. Sie arbeitete in direkter Verbindung mit den Ahnen und dem Universum, von wo sie Führung und Botschaften erhielt. Dadurch entstand Heilung und Einsicht für den Einzelnen oder die Gruppe. Sie bezog ihren gesamten Erfahrungsschatz mit ein und konnte so sehr menschliche Hilfestellungen geben. Ihre humorvolle Ausstrahlung war sehr erfrischend. Eine Begegnung mit Wai war eine lohnende und bereichernde Erfahrung für jeden einzelnen. Wai ist im April 2017 in Neuseeland verstorben.

Wai Turoa-Morgans Sohn Hone erklärt, was eine Matakite ist: Meine Mutter war als Matakite geboren. Sie hatte bei der Geburt eine Haube (Glückshaube), in der sie komplett wie in einer feinen Membran eingewickelt war. Diese Art von Geburt kommt nicht oft vor. Sie wird von indigenen Völkern und Stämmen angesehen als Geburt, die für das Baby eine besondere Gabe oder Glück bedeutet. Deshalb glaubt man, dass eine Matakite von einem Geburtsrecht in den Genen kommt, kultiviert durch die innerfamiliäre Weitergabe.

Familienmitglieder mütterlicher- und väterlicherseits wurden in der Familie meiner Mutter als Matakite und Tohunga verehrt. Meistens geschah dies aufgrund der Heiltradition oder des Stammbaumes. Das Schicksal meiner Mutter als Matakite wurde von ihren Eltern und den Stammesältesten vorhergesagt. Sie wurde nach drei Matakites vor ihr benannt – Te Waimatao, Oriwia und Maharata. Sie hatte Wissen, das sie mit ihren Namensvettern verbindet und weder sie stellte dies in Frage, noch irgendein Mitglied ihrer Familie oder andere Maoris, mit denen sie arbeitete. Für sie war das eine implizierte Wahrheit, die durch Geburtsrecht, Erfahrung und Glaube bestätigt wurde. Für Maoris wird nach einem Nachweis über ihre Gaben von außen weder gesucht, noch ist er notwendig. Ihre Ahnen führen sie und von dort bekommt sie Inspiration und Entwicklung. Ihre älteren Ahnen führen ihre Entwicklung von weit her. Sie tun dies ohne ein Wort oder eine Anerkennung, sondern durch spirituelles Eins Sein.

Ich traf Wai Turoa-Morgan auf einem Workshop in Holland. Sofort war ich von ihrer sanften Art beeindruckt und berührt. Die Verbindung zur Natur und besonders zu den Ahnen ist stets für sie vorhanden. Dies spielt nun auch in meinem Leben eine besondere Rolle.